Stationen der Flucht


Station Zwei

Diese Serie nimmt Sie mit auf die beschwerliche Reise eines Flüchtlings – von der Entscheidung, das Zuhause zu verlassen, dem Weg in die Sicherheit, der Ankunft im Flüchtlingslager bis hin zum Beginn eines neuen Lebens. Jede einzelne Geschichte von Flucht ist unterschiedlich, deshalb wird diese Odyssee aus der Perspektive von fünf verschiedenen Familien erzählt, die heute alle im Camp Minawao in Kamerun leben.

Station 1: Das Zuhause verlassen     Station 2: Der Weg     Station 3: Ankommen

Station 4: Anpassen     Station 5: Nach vorne schauen

Station Zwei: Der Weg


Esthers Familie wurde getötet, als Boko Haram ihr Dorf in Nigeria überfiel. Sie sagten ihr, sie solle fliehen, sonst würden sie auch sie töten.

Leider ist die Situation von Esther in diesem Teil der Welt nicht ungewöhnlich. Als sie aus ihrem Dorf floh, traf sie viele andere Mädchen, die sich in der gleichen Situation befanden. Gemeinsam flohen sie alle aus ihrem ehemaligen Zuhause.

Das Flüchtlingslager Minawao in Kamerun liegt 350km von der Grenze zwischen Nigeria und Kamerun entfernt. Es ist ein langer Weg, den alle zu Fuß zurücklegen müssen. Aber für viele ist es die beste Überlebenschance.

Esther und ihre Begleiterinnen wurden auf ihrem Weg von viel Angst und Trauer begleitet. Der Tag, an dem Boko Haram in ihr Dorf kam, war für alle sehr traumatisch.

Als sich die Gruppe von Mädchen der Grenze zu Kamerun näherte, wurden sie von der Polizei angesprochen.

Ich hatte Angst, als sie uns riefen. Ich erinnerte mich an das, was meiner Familie passiert ist. Und ich dachte, sie würden uns töten.

Der Fußmarsch zu einem Flüchtlingslager ist körperlich anstrengend. Aber auch emotional kann es Kraft raubend sein, alles, was man kennt, zurückzulassen und wegen Gräueltaten, die in der Heimat geschehen sind, an einen unbekannten Ort zu fliehen.

Tshamaya ist im Camp Minawao angekommen

Doch seine Geschichte endet noch nicht

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