Die Hurrikans Eta und Iota verwüsten Zentralamerika

Heftige Wirbelstürme haben Honduras, Nicaragua und weitere Teile Zentralamerikas heimgesucht.

Foto: Maynor Valenzuela/Getty Images

Nur kurze Zeit nachdem Hurrikan Eta große Teile Zentralamerikas verwüstet hat, bringt Hurrikan Iota eine zweite Welle der Zerstörung in die Region.

Hurrikan Eta, der am 3. November zunächst als Hurrikan der Kategorie 4 auf das Festland traf, verursachte in Nicaragua, Honduras, Guatemala und weiteren Ländern große Schäden. Seine heftigen Regenfälle und die daraus resultierenden Überschwemmungen und Erdrutsche haben viele Häuser zerstört. Und das in einer Zeit, in der viele Familien besonders auf ihr Zuhause angewiesen sind, da es einen wichtigen Schutz vor dem Coronavirus darstellt.

Jetzt, nur wenige Wochen später, folgt ein weiterer verheerender Wirbelsturm und trifft in derselben Region wie Hurrikan Eta auf Land. Hurrikan Iota ist der stärkste Hurrikan des Jahres und stellt einen neuen Rekord auf. Er ist schon der 30. benannte Sturm der diesjährigen atlantischen Hurrikan-Saison, so viele gab es bisher noch nie innerhalb eines Jahres.

Lesen Sie weiter, um mehr über die beiden Wirbelstürme zu erfahren und was wir tun, um die betroffenen Familien zu unterstützen.

Hurrikan Eta und Iota Fakten

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Wer ist von den Hurrikans Eta und Iota betroffen?


Überschwemmungen und Erdrutsche durch den Hurrikan Eta haben mehr als 103.000 Menschen in insgesamt 69 Gemeinden von der Außenwelt abgeschnitten – seit dem Sturm hat man nichts mehr von ihnen gehört.

Da die Kommunikation noch immer nicht funktioniert, besteht die Befürchtung, dass diese isolierten Gemeinden nicht in der Lage sein könnten, sich auf die nächste Welle der Zerstörung, die von Iota ausgeht, vorzubereiten.

Über 55.000 Menschen sind derzeit in temporären Gemeinschaftsunterkünften in Honduras untergebracht.

Wir sind äußerst besorgt über die Gefahr einer möglichen Ausbreitung des Coronavirus in den Familien, die den verheerenden Wirbelsturm Eta überlebt haben. Auch die Gesundheits- und Sozialsysteme, die bereits stark mit dem Coronavirus zu kämpfen haben, werden durch die Auswirkungen dieser Naturkatastrophen zusätzlich belastet.

Als ob dies noch nicht genug wäre, kamen Eta und Iota genau zur dortigen Regenzeit. In dieser Zeit treten saisonal bedingte Krankheiten wie die Grippe oder Krankheiten, die von Mücken übertragen werden, wie das Dengue-Fieber, Zika oder Chikungunya besonders häufig auf.

 

Der Weg des Hurrikans Eta auf seinem Weg durch die Pazifik
Der Weg, den der Hurrikan Eta auf seinem Weg durch die Karibik nahm.

Wie unterstützt Shelterbox betroffene Familien?


Shelterbox Hilfe nach Hurrikan Irma und Maria 2017
Ein Mann in Dominica benutzt Werkzeug von ShelterBox um sein Dach zu reparieren, nachdem er von den Hurrikans Irma und Maria im Jahr 2017 betroffen war.

ShelterBox arbeitet daran, Familien in Honduras zu helfen, die durch Hurrikan Eta ihre Häuser verloren haben.

Honduras scheint mit 3 Millionen Betroffenen und mindestens 55.000 in Notunterkünften untergebrachten Menschen am stärksten vom Hurrikan Eta betroffen zu sein. Es wird erwartet, dass diese Zahlen nach dem Eintreffen des Hurrikans Iota noch weiter steigen werden.

Wir haben in Panama bereits vorrätige Shelter Kits und wichtige Haushaltsgegenständen versandfertig bereitstehen. Wir benötigen allerdings dringend neue Vorräte, um für künftige Katastrophen gewappnet zu sein. Dafür sind wir auf Ihre Hilfe angewiesen.

Die Bedingungen in den betroffenen Gebieten sind schwierig, und das ganze Ausmaß der Schäden ist noch immer nicht bekannt. In den kommenden Tagen haben Suche und Rettung Priorität, aber wir sind in ständigem Kontakt mit unseren rotarischen Ansprechpartnern und den lokalen Organisationen, um die Situation zu verstehen und herauszufinden, wo wir am besten helfen können.

Wie viele Hurrikans gab es im Jahr 2020 bereits?


Die Hurrikan-Saison 2020 im Atlantik bricht leider Rekorde: Bislang waren 30 Stürmen stark genug, um einen Namen zu erhalten. 13 von ihnen, darunter Eta und Iota, wurden zu Hurrikans.

Als die reguläre Liste mit 21 Namen mit dem Tropensturm Wilfred endete, wurde das griechische Alphabet zur Benennung der weiteren Stürme herangezogen.

Dies ist erst das zweite Mal, dass das griechische Alphabet zur Benennung von Stürmen verwendet wurde. Das erste Mal war während der atlantischen Hurrikansaison 2005. Damals war der letzte benannte Sturm der Sturm Zeta, der sechste Buchstabe im griechischen Alphabet. Danach folgen Eta, Theta und Iota.

Hurrikans erklärt

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Auf dem Bild sieht man die Verwüstung auf den Bahamas nach dem Hurrikan Dorian 2019.

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