Was sind tropische Stürme?


Hurrikans, Taifune und Zyklone sind tropische Stürme.

Sie können mit Windgeschwindigkeiten von mindestens 120 km/h auftreten und extrem zerstörerisch und sogar tödlich sein, je nachdem, in welche Kategorie sie fallen.

Die Saffir-Simpson-Skala ist die Standardskala für die Bewertung der Schwere eines Hurrikans, gemessen an den von ihm verursachten Schäden. Sie klassifiziert Hurrikans in einer Hierarchie von Kategorie 1 (minimal) über Kategorie 2 (mittel), Kategorie 3 (umfangreich) und Kategorie 4 (extrem) bis Kategorie 5 (katastrophal).

Ein tropischer Wirbelsturm ist ein geschlossenes rotierendes System aus Wolken und Gewitterfronten, das in geringer Höhe über tropischen oder subtropischen Gewässern entstehen kann.

(Nationales Hurrikan Zentrum in den USA)

Hurrikans, Taifune und Zyklone


Infografik Tropische Stürme

Was ist der Unterschied zwischen einem Hurrikan, einem Taifun und einem Zyklon?

Hurrikans, Taifune und Zyklone sind allesamt tropische Stürme. Der einzige Unterschied ist, wo sie sich bilden.

Der Begriff Hurrikan bezieht sich speziell auf tropische Wirbelstürme, welche über dem Nordatlantik, östlichen Nordpazifik, der Karibik und dem Golf von Mexiko auftreten. Diese Regionen werden oft als Hurrikan-Becken bezeichnet.
Tropische Stürme gleicher Intensität über dem westlichen Pazifik bezeichnet man stattdessen als Taifun und Stürme südlich des Äquators, vor der Küste von Orten wie Australien und Madagaskar als Zyklon.

Durch den Einfluss der Coriolis-Kraft, also der Bewegung, die durch die Erdrotation verursacht wird, drehen sich tropische Wirbelstürme auf der Nordhalbkugel gegen den Uhrzeigersinn und in der südlichen Hemisphäre im Uhrzeigersinn.

Wie entstehen Hurrikans, Taifune und Zyklone?


Wie entstehen tropische Wirbelstürme?

Hurrikane und Taifune benötigen besondere Bedingungen und können nur über dem Meer entstehen, wenn die Meerestemperatur mindestens 27°C beträgt. Aus diesem Grund bilden sie sich nur über den Tropen.

Durch starke Sonneneinstrahlung verdunstet das Wasser und die Luft über dem Meer erwärmt sich. Der Wasserdampf steigt dann in großen Mengen auf und bildet Gewitterwolken, die sogenannte Gewittercluster bilden. Durch Höhenwinde werden diese zusammengetrieben und ballen sich zusammen.

Innerhalb der Wolken wird die Luft durch das Freisetzen von Energie aufgeheizt und steigt weiter auf. Dadurch entsteht ein Unterdruck über der Meeresoberfläche und Luft und Wasserdampf aus der Umgebung werden nach oben gesogen.

Die Erdrotation sorgt dafür, dass sich der Sturm wie eine Spirale dreht und sich in der Mitte des Sturms das Auge bildet.

Im Auge selbst ist es windstill und es gibt keine Niederschläge, weshalb Menschen oft fälschlicherweise denken, dass der Sturm vorüber ist.

Tropische Stürme können durch einen Windwechsel oder trockene Luft geschwächt und schließlich zerstreut werden, da sie durch hohe Luftfeuchtigkeit angetrieben werden.

Wann treten Hurrikans normalerweise auf?

Die Hurrikan-Saison über dem Atlantik ist vom 1. Juni bis 30. November. Basierend auf historischen Wetteraufzeichnungen kann man pro Jahr mit etwa zwölf Tropenstürmen in dieser Region rechnen, wobei sich die Hälfte meist abschwächt und sich die anderen sechs meistens zu Wirbelstürmen entwickeln.

Wie gelangen sie zu ihrem Namen?

Bei so vielen tropischen Stürmen, die oft zur gleichen Zeit aktiv sind, haben Meteorologen ein System entwickelt, Stürme in alphabetischer Reihenfolge abwechselnd zu benennen. Die Namen können wiederholt werden, aber erst wieder nach einem Intervall von sechs Jahren. Wenn ein Sturm besonders schwer ist, wird der Name von der erneuten Nutzung ausgeschlossen. Zudem werden in geraden Jahren, Männernamen den ungeraden Stürmen zugeordnet und bei ungeraden Jahren werden den ungeraden Stürmen Frauennamen gegeben.

Auswirkungen von Wirbelstürmen


Zerstörte Häuser in Haiti nach dem Hurrikan Matthew

Wie beeinflussen Hurrikans die Küstenregionen?

Die starken Regenfälle und Stürme verursachen oft große Zerstörungen an Gebäuden, Straßen und Autos. Oft entstehen durch einen Hurrikan auch Sturmfluten, die die Küstenregionen überrollen und zusätzliche Schäden an Häusern und der Infrastruktur mit sich bringen. Viele Familien werden dadurch obdachlos und sind auf Hilfe von außen angewiesen, um mit dem Notwendigsten versorgt zu werden. Hier kommt wieder ShelterBox ins Spiel. Doch um schnell reagieren zu können, müssen wir vorbereitet sein.

Wie wir uns auf Katastrophen vorbereiten, können Sie hier nachlesen.

Simons Geschichte


Simon, ein Mann, der Hilfe von ShelterBox erhalten hat, nachdem sein Zuhause durch den Hurrikan Irma im September 2017 zerstört wurde

Der 81-jährige Simon lebt seit mehr als 60 Jahren in Wesley im Nordosten Dominikas. Als der Hurrikan Irma im September 2017 Wesley traf, wurde gerat Simons friedliches Leben aus den Fugen.

Der Hurrikan war der stärkste Sturm, der jemals im Atlantik aufgezeichnet wurde, und Simon war zusammen mit zwei Millionen anderen Menschen Windstärken von über 185mph ausgesetzt.
Aber die Verwüstung hörte damit nicht auf. Der Hurrikan Maria traf als Sturm der Kategorie 5 mit Winden von 282km/h nur wenige Tage später.

Unser ShelterBox-Team half Simon, das Dach seines Hauses wieder aufzubauen, damit er sich wieder sicher und geschützt fühlen konnte. Mit den Werkzeugen aus dem ShelterKit reparierte er außerdem sein kaputtes Bett und konnte so nachts wieder Ruhe finden.


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