Konflikt in Burkina Faso

Die Krise in Burkina Faso spitzt sich mit enormer Geschwindigkeit zu und ist aktuell die am schnellsten wachsende Krise auf dem afrikanischen Kontinent.

Was ist passiert?


Fast eine Million Menschen sind aufgrund extremistischer Gewalt gezwungen worden, aus ihrer Heimat zu fliehen.

Alle Bemühungen zur Bekämpfung der Gewalt, sowohl von Seiten der Regierungstruppen als auch der lokalen Milizen, haben noch mehr Gemeinden entwurzelt.

2016 wurden in der Hauptstadt Ouagadougou größere Angriffe islamistischer Kämpfer auf Hotels und Restaurants verübt. Die Zunahme der Gewalt im Jahr 2019 hält auch 2020 weiter an und es ist keine Verbesserung der Situation in Sicht.

Einige der zur Flucht gezwungenen Familien sind in der Lage, bei Verwandten oder Freunden bleiben zu können, viele weitere befinden sich aber in überfüllten Lagern oder öffentlichen Gebäuden wie Schulen.

Die Unsicherheit und Instabilität im Land, machen es für die Helfer*innen teilweise schwierig, die betroffenen Familien zu erreichen. Die Ausbreitung des Coronavirus und der damit zusammenhängende Mangel an Ressourcen verschlimmern die Situation noch weiter.

Die Krise in Burkina Faso spitzt sich mit enormer Geschwindigkeit zu und ist aktuell die am schnellsten wachsende Krise auf dem afrikanischen Kontinent.

Fotos: ©Anne Mimault/HELP

Coronavirus - eine zusätzliche Bedrohung


Kinder in Burkina Faso
Foto: ©Anne Mimault/HELP

Konflikte und Armut werden die Situation für betroffene Familien angesichts eines möglichen Covid-Ausbruchs noch schwieriger machen.

In überfüllten Räumen, wie städtischen Siedlungen und Camps, sind Notunterkünfte äußerst wichtig. Sie ermöglichen es Familien, sich physisch von anderen zu distanzieren und gegebenenfalls sogar zu isolieren.

Trotz der vielen neuen Herausforderungen für humanitäre Organisationen (z.B. Reisebeschränkungen) arbeiten wir in Burkina Faso mit unserem neuen Partner HELP – Hilfe zur Selbsthilfe zusammen, um die am stärksten gefährdeten Gemeinschaften zu unterstützen. Die Verteilung von Hilfsgütern für unser Pilotprojekt ist nun abgeschlossen, aber wir planen, in Zukunft noch mehr Familien zu helfen.

HELP hat Maßnahmen zur Eindämmung des Virus ergriffen, zu denen die Verwendung von antibakteriellem Gel, Masken und Handschuhen, sowie körperliche Distanzierung gehören.

HELP hat die Verteilung der Hilfsgüter außerdem dazu genutzt, ländliche Gemeinden mit mehr Informationen über das Coronavirus zu versorgen.

 

Wir setzen uns trotz aller Hindernisse dafür ein, die am stärksten gefährdeten Gemeinschaften zu erreichen.

Unser ursprüngliches Projekt verzögerte sich, doch die ShelterBox Hilfsgüter waren bereits in Burkina Faso. Anstatt zu warten, vereinbarten wir mit unserem Partner, die Hilfe in ein anderes Gebiet umzuleiten, die Region Centre-Nord, wo die Hilfe dringend benötigt wurde.

Heftige Regenfälle lösten zuvor in der Region Centre-Nord Überschwemmungen aus, die mehrere Lager für Binnenvertriebene (IDPs) verwüstet hatten. Starke Winde verursachten zudem Schäden an bestehenden Unterkünften. Wir beschlossen, alle Hilfsgüter in die betroffene Region umzuleiten.

Wir haben betroffene Familien mit Planen, Küchensets, Wasserkanistern, Schlafmatten, warmen Decken, Moskitonetzen und Solarlampen unterstützt.

Gemeinsam mit unserem Partner haben wir dafür gesorgt, dass die Familien die Nothilfe erhalten, die sie in dieser schwierigen Zeit benötigen.

Männer sitzend in Burkina Faso
Foto: ©Anne Mimault/HELP

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