Häuser und Leben weggespült


Mehr als 290.000 Menschen wurden in Kenia gezwungen ihre Häuser zu verlassen. Starke Regenfälle und Überschwemmungen haben ganze Dörfer weggespült.

Die Katastrophe hat Leben und Zuhause genommen. Mehr als 50 Menschen sind durch einen Dammbruch in der Provinz Rift Valley getötet worden – die Hälfte von ihnen Kinder. Familien können nicht zu ihren Häusern zurückkehren, da viele Dörfer nicht mehr zugänglich sind.

Die Überflutungen wurden verursacht durch heftige Regengüsse im Hochland der Region. Innerhalb kürzester Zeit sind Flüsse angeschwollen, Dämme gebrochen und ganze Landstriche von den Wassermassen überflutet worden. Ackerland und Anbauflächen sind unter Schlammmassen verschwunden, Ziegen und Hühner sind ertrunken und das gesamte Weideland der Region liegt nun unter Wasser. Das Leben und die gesamte Existenzgrundlage der Familien wurden zerstört.

Wir arbeiten hart daran, Familien auf der ganzen Welt mit Hilfsgütern zu versorgen und ihnen einen Zufluchtsort zu ermöglichen. Wir sind fest entschlossen so vielen Menschen wie möglich zu helfen. Unterstützen Sie uns dabei?

ShelterBox ist vor Ort


Unsere Einsatzteams haben sich in zwei unterschiedlichen Bezirken direkt vor Ort einen Überblick verschafft, wie den Menschen dort am besten geholfen werden kann. Die Familien aus dem Dorf Malimo mussten fliehen, als die Wassermassen ihr Dorf überfluteten.

In dem Dorf sind jetzt nur noch Überreste vorzufinden – ein Dach ohne Wände, einige Pfeiler, die in der Gegend herumstehen, ansonsten ist nichts übrig geblieben von den 104 Häusern, in denen einmal Familien gelebt haben. Diese leben jetzt rund 4 Kilometer von ihrem ursprünglichen Zuhause entfernt im Kakuyuni Camp in behelfsmäßigen Unterkünften, oftmals unter Abdeckplanen.

In enger Zusammenarbeit mit den örtlichen Hilfsorganisationen und Rotariern versuchen wir momentan herauszufinden, wie wir die Menschen dort am besten mit Notunterkünften versorgen und beim Wiederaufbau ihrer Existenz unterstützen können.

Leben im Kakuyuni Camp


Viele Familien leben nun im Kakuyuni Camp; dort sieht man provisorische Unterkünfte, soweit das Auge blicken kann.

Einst war hier die weitläufige Anlage rund um die Büros des Gemeindevorstehers der Region, Naphtal Bimo Fondo. Nun arbeitet er in seinem Büro unermüdlich daran die Hilfslieferungen von Wasser und Nahrung zu koordinieren. Derzeit kann er nicht abschätzen, wann die Familien wieder nach Hause zurückkehren können.

Der Aufenthalt in den überfluteten Gebieten ist sehr gefährlich. Zwar handelt es sich hier um sehr fruchtbares Ackerland, aber wenn es im Hochland wieder regnet, wird es wieder zu Überschwemmungen kommen.

Menschen vermissen ihr Zuhause


In einem der Tana River Camps, die unser Einsatzteam besucht hat, haben die Menschen aus den Gemeinden Ondana und Ongonyo Zuflucht gefunden.

Hadija Elema ist geübt im Errichten von provisorischen Unterkünften. Bereits im Alter von 12 Jahren hat sie diese Fertigkeit erlernt von ihrer Großmutter Halima und ihrer Mutter Zeinab – eine Tradition, die seit Generationen immer von Müttern zu Töchtern weitervermittelt wird.

Jetzt ist Hadija 15 Jahre alt und sie benötigt nur einen halben Tag, um eine stabile Notunterkunft zu errichten. Mit geschickten Fingern verwebt sie Palmzweige mit den anderen Sträuchern des Gefüges.

Seit den Überschwemmungen kann Hadija leider nicht mehr die Schule besuchen. Der Weg ist zu weit und sie müsste den Fluss überqueren.