Wie entstehen Waldbrände?

Waldbrände zerstören jedes Jahr weltweit Millionen Hektar Land. Erfahren Sie mehr darüber, was genau Waldbrände sind und wie sie entstehen können.

Waldbrände werden von der Umweltschutzbehörde als Naturkatastrophen eingestuft.


Allerdings haben nur 10-15% von ihnen einen natürlichen Ursprung.

Die meisten Waldbrände werden von Menschen verursacht, wobei die häufigsten Ursachen unbeaufsichtigte Lagerfeuer und Müllverbrennungen, weggeworfene Zigaretten und Brandstiftungen sind. (Quelle: National Geographic)

Obwohl es jedes Jahr in unterschiedlichen Gegenden der Welt zu Bränden kommt, ist diese Brandsaison besonders schlimm. Dabei ist Australien derzeit am stärksten betroffen und hat bereits für Teile des Landes den Ausnahmezustand ausgerufen.

Lesen Sie weiter, um mehr über Waldbrände, ihre Auswirkungen und ihren Zusammenhang mit dem Klimawandel zu erfahren.

Was ist ein Waldbrand?


Ein Waldbrand, Lauffeuer oder Flächenbrand ist ein unkontrolliertes Feuer in einer Vegetationszone, welches meist in ländlichen Gebieten entsteht.

Waldbrände können in kürzester Zeit Millionen Hektar Land verbrennen und dabei alles auf ihrem Weg zerstören – Bäume, Häuser, Tiere und Menschen. Gemeinschaften in ländlichen, wildbrandgefährdeten Gebieten, leben in ständiger Gefahr ihr Zuhause zu verlieren und aus ihrem gewohnten Umfeld fliehen zu müssen. Abgesehen davon bergen Waldbrände große Gesundheitsrisiken, insbesondere für Menschen mit bereits bestehenden Atemwegsbeschwerden.

Das Einatmen von Feuerrauch kann zu Atemnot und Husten, Keuchen und Bronchitis führen. Eine weitere Gefahr ist das Kohlenmonoxid (CO). Das Einatmen von CO reduziert die Sauerstoffzufuhr zu den Organen und Geweben des Körpers und kann zu Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel und sogar zum vorzeitigen Tod führen.
(Quelle: American Lung Association)

Verursacht der Klimawandel mehr Waldbrände?


Der Klimawandel an sich ist kein direkter Faktor, der mehr Waldbrände verursacht.

Es gibt aber trotzdem einen Zusammenhang zwischen beiden Phänomenen.
Das allgemein wärmere Wetter als Folge des Klimawandels, lässt Wälder und andere Vegetationen trockener werden, wodurch sie anfälliger für Brände sind.
Daher ist die durchschnittliche Waldbrand Saison mittlerweile dreieinhalb Monate länger als noch vor einigen Jahrzehnten. Die Zahl der jährlichen Großbrände im Westen hat sich bereits verdreifacht.

Da die steigenden Treibhausgasemissionen in vielen Teilen der Welt Dürre und Hitze mit sich bringen, wird in den kommenden Jahren vermehrt mit Waldbränden gerechnet. Dies wird vor allem der Fall sein, wenn sich die Waldbrand Saison noch weiter ausdehnt.
(Quelle: Environmental Defense Fund)

Lesen Sie hier über den Zusammenhang von Klimawandel und Naturkatastrophen

 

shelterbox icon

Ihre Hilfe verändert Leben

Was ist der Unterschied zwischen einem Waldbrand und einem Buschfeuer?


Waldbrand ist der allgemeine Oberbegriff, während der Begriff Buschfeuer sich auf ein unkontrollierbares Feuer im Buschland bezieht.

Einfacher ausgedrückt, wird die Art des Waldbrandes je nach der vorhandenen Vegetation spezifisch bezeichnet.

Wo kommt es zu Buschfeuern?


Besonders trockene Gebiete in Australien oder auf dem afrikanischen Kontinent sind anfällig für bedrohliche Buschbrände.

In Australien ist das Klima ist im Allgemeinen heiß und trocken und die Vegetation vielerorts ausgetrocknet. Daher kann es zu jeder Jahreszeit in einigen Teilen Australiens zu extrem schädlichen Buschbränden kommen.
Diese treten meist nach niederschlagsarmen Perioden in Eukalyptuswäldern auf, wenn das Unterholz ausgetrocknet ist. Die ätherischen Öle in den Eukalyptusbäumen sind leicht brennbar und können einen Waldbrand daher noch zusätzlich anheizen.

Erfahren Sie mehr über Naturkatastrophen