Taifun Goni zerstört große Teile der Philippinen

Der stärkste Sturm des Jahres hat massive Verwüstungen auf den Philippinen angerichtet. Lesen Sie mehr über die Geschehnisse, Fakten und Zahlen zum Taifun Goni und wie wir helfen.

Foto: ROLEX DELA PENA/EPA-EFE/Shutterstock

Taifun Goni, vor Ort als Rolly bekannt, hat im Nordosten der Philippinen große Zerstörung, Erdrutsche und massive Überschwemmungen verursacht.

Tausende Familien wurden evakuiert und haben in möglicherweise überfüllten Notunterkünften Schutz gesucht.

Die Katastrophe hat die Philippinen inmitten der globalen COVID-19 Pandemie heimgesucht, wobei das Land derzeit hinter Indonesien die zweithöchste Zahl an bestätigten Coronavirusinfektionen und Todesfällen in Südostasien verzeichnet.

Der verheerende Taifun ist eine deutliche Erinnerung daran, dass Katastrophen auch aufgrund des Coronavirus keinen Halt machen.

Für ShelterBox ist es gerade eine unglaublich kritische und beanspruchende Phase. Sie ist unglaublich arbeitsreich und unsere Ressourcen stoßen an ihre Grenzen. Ein weiterer lebensbedrohlicher Sturm, der Hurrikan Eta der Kategorie 4, nähert sich gerade der karibischen Küste Nicaraguas. Wir verfolgen aktiv die Berichte aus der Region und bereiten uns auf einen weiteren möglichen Einsatz vor.

Taifun Gonis Weg


Taifun Goni ist der stärkste Sturm auf den Philippinen seit Taifun Haiyan im Jahr 2013, bei dem Millionen Menschen betroffen waren und 6.000 Menschen getötet wurden.

Goni traf zuerst auf die Region Bicol. Familien aus Albay und Catanduanes befanden sich im Epizentrum des Sturms und waren am schlimmsten betroffen.

In Albay haben sich die Lavaablagerungen zu einem Schlammstrom verflüssigt und mindestens 300 Häuser begraben. Außerdem wurden in Catanduanes mindestens 10.000 Häuser beschädigt oder zerstört. Elf Städte sind nach wie vor unzugänglich.

Der Taifun traf danach auch die Stadt Tiwi. Hier traten mehrere Flüsse über die Ufer.

Auf der Karte können Sie den genauen Pfad sehen, den Taifun Goni auf seinem Weg durch den Inselstaat nahm.

Der Weg des Taifuns Goni
Die Karte zeigt den Weg, den Goni zurückgelegt hat

Taifun Goni Fakten

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Wer war vom Taifun Goni betroffen?


Eine Satellitenaufnahme des Taifuns Goni
Eine Satellitenaufnahme des Taifuns Goni (Rolly). Bild Credit: MODIS Land Rapid Response Team, NASA GSFC

Taifun Goni ist am Sonntag, 1. November, auf der Insel Catanduanes eingetroffen, riss Dächer ab und beschädigte Häuser und Gebäude.

Es wird vermutet, dass 16 Menschen ihr Leben verloren haben, aber die Zahl wird mit großer Wahrscheinlichkeit steigen, wenn umfangreichere Berichte eintreffen. Etwa 2 Millionen Menschen waren in den nördlichen Gebieten der Philippinen vom Taifun Goni betroffen, fast 1 Million mussten ihre Häuser evakuieren.

Doch das Coronavirus macht die Situation noch komplizierter.

Gemeinden, die evakuiert wurden, sehen sich nun einer doppelten Gefahr ausgesetzt. Sie haben kein Zuhause mehr und müssen deshalb in möglicherweise überfüllten Evakuierungszentren Schutz suchen. Für Familien ist es extrem schwierig, sich in diesen Umgebungen vor dem tödlichen Virus zu schützen.

Wie hilft ShelterBox?


Wir reagieren auf Super-Taifun Goni und arbeiten daran zu verstehen, wie wir Familien helfen können, die ihr Zuhause durch den schlimmsten Sturm des Jahres verloren haben.

Wir werden mit unseren lokalen Ansprechpartnern und Rotariern zusammenarbeiten, um Gemeinden, die schwer getroffen wurden, mit Notunterkünften zu versorgen.

Das Coronavirus und die Reisebeschränkungen innerhalb des Landes erweisen sich als Herausforderung. Wir verfügen jedoch über Notunterkünfte, die in unserem Lager in Cebu auf den Philippinen vor Ort gelagert sind und ausgeliefert werden können.

Wir haben in diesem Jahr bereits mehr als 15.000 Menschen auf den Philippinen geholfen, insbesondere nach dem Ausbruch des Taal-Vulkans und des Taifuns von Vongfong.

Wir haben auch eine kleine Anzahl von Planen, Seilen und Befestigungsmaterial an das Eversley Sanitorium geschickt, ein öffentliches Krankenhaus in Cebu, das die ärmsten und am stärksten marginalisierten Mitglieder der Gemeinde versorgt.

Wie wir auf das Coronavirus reagieren

Eine Familie, die von ShelterBox nach dem Taifun Vongfong (Ambo) unterstützt wurde
In diesem Jahr haben wir bereits Familien wie die von Nelcie auf den Philippinen nach dem Taifun Vongfong (Ambo) unterstützt.

Sie können Leben verändern

Wir können betroffene Familien nur mit Ihrer Hilfe unterstützen. Ihre Spende hilft dabei, Familien zu unterstützen, die auf der ganzen Welt - von den Philippinen bis Syrien - von tödlichen Katastrophen betroffen sind.

Warum sind die Philippinen von so vielen Katastrophen betroffen?


Die Philippinen zählen zu den am stärksten von Naturkatastrophen betroffenen Ländern der Welt. ShelterBox hatte in keinem anderen Land mehr Einsätze als auf den Philippinen.

Warmes Ozeanwasser, flache Küsten, Armut und die geographische Lage erklären, warum die Philippinen so anfällig für Naturkatastrophen sind.

Sehr nah am Äquator gelegen, sind die Philippinen dem westlichen Pazifik ausgeliefert, ohne dass irgendetwas dazwischen liegt, das die Kraft der Stürme bremsen könnte. Die warmen, äquatorialen Gewässer verursachen etwa 20 Taifune pro Jahr, die ungebremst auf das Archipel treffen.

In den letzten Jahrzehnten sind viele Menschen auf der Suche nach erschwinglichem Wohnraum auf riskante, tief gelegene Inseln geströmt. Die schnell errichteten Häuser und die unzureichenden Evakuierungspläne führen dazu, dass die lokale Bevölkerung bei Katastrophen besonders verwundbar ist.

Die Lage des Landes am Pazifischen Feuerring erklärt zudem die Anfälligkeit für Erdbeben, Vulkanausbrüche, tropischen Stürme und Taifune.

Quelle: National Geographic

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ShelterBox Operations Philippines

Da die Philippinen besonders häufig von Naturkatastrophen betroffen sind, haben wir das ShelterBox Operations Philippines aufgebaut, eine lokale NGO, welche vom ShelterBox Operations Headquarter in Großbritannien unterstützt wird.

Aktuelle Einsätze

Erfahren Sie mehr darüber, wo ShelterBox aktuell im Einsatz ist und Familen unterstützt, die von Naturkatastrophen oder Konflikten betroffen sind.

Wie wir auf das Coronavirus reagieren

Das Coronavirus schafft ein ganz neues Risiko für Familien, die ihr Zuhause verloren haben. Darum passen auch wir von ShelterBox uns an.