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Mittwoch 12 Juli 2017

Als Mossul fällt ist ShelterBox vor Ort
Als Mossul fällt ist ShelterBox vor Ort

Nach dem Ende der über neun Monate andauernden blutigen Kämpfen seitens des IS-Widerstands sind Hilfsorganisationen wie ShelterBox in Mossul sofort zur Stelle, um Familien zu helfen, die während des Belagerungszustands im zerstörten Mossul ausgeharrt haben.

Das lange Warten hat ein Ende. Die jüngsten Militärberichterstattungen deuten darauf hin, dass die letzten Enklaven der IS-Widerständler sich nun auf dem Rückzug befinden. Man rechnet damit, dass die größten und am längsten anhaltenden städtischen Kampfhandlungen, die es jemals seit dem Zweiten Weltkrieg irgendwo gegeben hat, nun ein Ende gefunden haben. Es ist auf den Tag genau fast drei Jahre her, dass der IS-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi in der irakischen Stadt Mossul ein Kalifat ausgerufen hat. Laut UN-Schätzungen haben seit letztem Oktober 855.000 Menschen die Stadt verlassen.

ShelterBox, die während der IS-Herrschaft mit Einsatzteams vor Ort den von der Belagerung betroffenen Familien geholfen hat, steht nun gemeinsam mit Partner-Hilfsorganisationen im 80 Kilometer entfernten Erbil vor enormen Herausforderungen. Während der Zeit der IS-Belagerung war in Mossul kaum etwas vorhersehbar, kaum etwas planbar: Es war unvorhersehbar, wie viele Menschen fliehen würden, wann sie fliehen würden und wohin sie fliehen würden. Da die Kapazitäten in den Auffanglagern der Region schon lange nicht mehr ausreichend waren, haben ShelterBox-Einsatzteams die Einsätze und die Hilfeleistungen diesen Umständen angepasst und darauf geachtet, dass die Hilfsgüter leicht zu transportieren waren und genau dem entsprachen, was Familien benötigten, die in einem feindlichen Umfeld unterwegs sein mussten.

Berichten zufolge befinden sich derzeitig ca. 100.000 Menschen in Mossul. Auch wenn diese Menschen nun nicht mehr länger ein Dasein als menschliche Schutzschilde unter der Herrschaft der IS führen müssen, so sind sie zweifelsohne traumatisiert nach den langen Jahren des Krieges, des Hungerns und einem Leben ohne Elektrizität, ohne Gesundheitsfürsorge und ohne Zugang zu frischem Wasser. Diejenigen unter der Zivilbevölkerung, denen die Flucht gelungen ist, mussten Hunger leiden und standen unter Schock. Ihnen konnte nun geholfen werden. Wie viele Menschen es aber genau sind, die noch in ausgebombten Gebäuden ausharren bei Tagestemperaturen von 50° im Schatten, ist noch unbekannt.

In der Region Mossul kann ShelterBox in Zusammenarbeit mit seinem Partner ACTED umfassend Hilfe leisten:
Gegenwärtig werden von einem ShelterBox-Team in Erbil gerade Pläne ausgearbeitet, wie den Familien, die jetzt zum Ende der Kampfhandlungen von Flucht und Vertreibung betroffen sind, am besten geholfen werden kann. Sam Hewett, der für die operative Koordination des ShelterBox-Einsatzes verantwortlich ist, betont: „Obwohl wir uns schon seit Monaten auf dieses Szenario vorbereitet haben, ist sowohl die Tragweite als auch der Umfang dessen, was auf uns zukommt, nicht vorhersehbar. Wir wissen noch nicht, wie viele Tausend Menschen sich in Mossul befinden, was sie wirklich benötigen und ob wir sie mit unserer Hilfe in Mossul überhaupt erreichen können. Das alte Stadtzentrum von Mossul ist stark beschädigt worden, die Versorgung mit Elektrizität und auch die Wasserinfrastruktur sind dort kaum noch vorhanden. Obwohl der relative Frieden natürlich begrüßenswert ist, machen uns die unterschwelligen Spannungen, die in der dortigen Region vorhanden sind, große Sorgen und wir fragen uns, welche Auswirkungen diese auf die langfristige Stabilität in der Region Mossul haben werden. Von ShelterBox und seinen Partnern ist in der neuen Phase dieser langjährigen Krise zügiges und umsichtiges Handeln gefordert“.

Währenddessen führt ShelterBox den mittlerweile fünf Jahre andauernden Hilfseinsatz in Syrien weiter fort, denn die Stadt Raqqa befindet sich dort gegenwärtig im Zentrum der letzten militärischen Kampfhandlungen. Da es aufgrund der gefährlichen Situation und der angespannten Sicherheitslage für ShelterBox nicht möglich ist, eigene Teams vor Ort einzusetzen, arbeitet ShelterBox hier Partnern wie Hand in Hand for Syria und ReliefAid zusammen.

Bereits seit 2012 ist ShelterBox beim Syrienkonflikt im Einsatz und versorgt die betroffenen Familien in Nachbarstaaten wie Jordanien (2012, 2013), dem Irak (2013 – 2017) und dem Libanon mit Notunterkünften, lebensnotwendigen Hilfsgütern, und unterstützt geflüchtete Familien auf ihrem Weg durch die griechischen Inseln (2015). In Syrien selbst hat ShelterBox 24.404 Haushalte unterstützt. Im Jahr 2016 waren es im Irak und in Syrien zusammen ca. 230.000 Menschen.

Momentan bündelt ShelterBox alle seine Kräfte und rüstet sich für den wohl größten einzelnen Hilfseinsatz in Syrien. Details zu den Örtlichkeiten und zu den Routen des Einsatzes können aus Sicherheitsgründen nicht kommuniziert werden, denn ShelterBox muss alles in seiner Macht stehende tun, um sowohl die eigenen Einsatzkräfte und als auch die Partner bei diesem Einsatz zu schützen.


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