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Montag 03 April 2017

Hilfe für Betroffene der Überschwemmungen in Südamerika
Hilfe für Betroffene der Überschwemmungen in Südamerika

In der Nacht zum vergangenen Samstag wurde die kolumbianische Stadt Mocoa von einer gigantischen Schlammlawine überrollt. Noch ist unklar, wie viele Menschen dabei genau ums Leben kamen. Erste Schätzungen reichen von 200 bis 400 Toten. Hunderte werden noch vermisst. Momentan suchen mehr als 1.000 Soldaten und Polizisten fieberhaft weiter nach Überlebenden in der 350.000 Einwohner zählenden Stadt. Hilfsorganisationen sind auf den Weg in die Region.

Auch die Katastrophenhilfsorganisation ShelterBox wurde vom Roten Kreuz nach dieser jüngsten südamerikanischen Flutkatastrophe um Hilfe gebeten. Zudem erhielt ShelterBox eine flehende Bitte einer Partnerorganisation direkt aus Kolumbien: „Wie können wir die Hilfe von ShelterBox nach Mocoa bringen? Alles ist zerstört, es gibt viele Opfer."

Am Freitagabend und Samstagmorgen wurde die Stadt Mocoa im Südwesten Kolumbiens von sintflutartige Regenfällen heimgesucht, die die Stadt unter einer Lawine aus Wasser, Schlamm, Bäumen und Felsen begrub und weite Teile der Infrastruktur zerstörte. Und obwohl man versucht hatte, die Einwohner noch rechtzeitig zu warnen, konnten sich viele nicht mehr in Sicherheit bringen. Kolumbiens Vorsitzender der nationalen Katastrophenschutzbehörde sagte in einem Interview mit  Nachrichtenagenturen, dass ein Drittel der durchschnittlichen monatlichen Regenmenge der Region während dieser einen Nacht gefallen sei.

Die Organisation ShelterBox steht bereits in Kontakt mit ihren kolumbianischen Ansprechpartnern und verfügt über vor Ort stationierte Hilfsgüter. Ein ShelterBox-Team befindet sich zudem im benachbarten Peru im Einsatz. Das Team überprüft dort den Bedarf an Hilfsgütern nach den Überschwemmungen, die seit dem 13. März geschätzte 78 Menschen getötet, über 100.000 Häuser zerstört haben und von denen mehr als 640.000 Menschen entlang Perus Nordküste betroffen sind.
 
Die ShelterBox Einsatz-Koordinatorin Ayeasia Macintyre sagt: „Momentan warten wir immer noch auf Daten aus Mocoa, wie viele Menschen dort betroffen sind. Vorerst jedoch liegt die Priorität auf der Suche und Rettung der verschütteten Menschen. Wir sind an unsere Kontakte im Land und Kollegen aus früheren Einsätzen in Kolumbien herangetreten, in der Hoffnung, dass sie uns Informationen über den akuten Bedarf an Nothilfe sowie über mögliche Notunterkunft-Strategien für die Menschen, die nach dieser Tragödie obdachlos sind, zur Verfügung stellen können. Derzeit sind wir dabei ein Team zu mobilisieren."

Bereits im vergangenen Jahr war ShelterBox mehrere Monate im benachbarten Ecuador im Einsatz. Nach dem Erdbeben mit einer Stärke von 7,8 versorgte ShelterBox die Menschen in den betroffenen Küstengebieten mit Nothilfe und Equipment zum Wiederaufbau. Von 2009 bis 2011 hatte ShelterBox auch schon auf Überschwemmungen in Kolumbien reagiert. Der kolumbianische Präsident sprach ShelterBox anschließend seinen Dank für die Nothilfeeinätze aus.

Ayeasia Macintyre fügt hinzu: „Wir sind gut aufgestellt, um die Menschen mit Notunterkünften zu versorgen. Aber wir wissen, dass sich die kolumbianische Regierung zunächst auf einen massiven Hilfseinsatz konzentrieren muss um die Überlebenden zu bergen."


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