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Mittwoch 01 März 2017

Nach der Hölle von Aleppo nun eine neue im Flüchtlingslager
Nach der Hölle von Aleppo nun eine neue im Flüchtlingslager

ShelterBox ist nach wie vor in der Region um Aleppo im Einsatz, um den Vertriebenen aus Aleppo, die jetzt in Flüchtlingslagern Kälte und Schlamm ausgesetzt sind zu helfen. Diese kriegsmüden Menschen, ehemals Bewohner einer blühenden Stadt, brauchen jetzt jede Art von Hilfe, die man sich vorstellen kann - Beleuchtung, Kinderkleidung und sogar Nähzeug.

Es war nur ein kurzes Aufatmen, als die Familien kurz vor Weihnachten die zerstörte Stadt verlassen konnten. Die Angst vor dem täglichen Durst, vor Hunger und Bombenanschlägen war endlich vorbei. Aber nun schlagen Hilfsorganisationen Alarm, denn in den Camps gibt es andere schwerwiegende Nöte. Farid, ein syrischer Mitarbeiter unserer Partnerorganisation ReliefAid sagt: „Ich bin zutiefst erschüttert über die Lebensbedingungen in den Lagern, in denen unsere Familien jetzt leben. Selbst für die Menschen aus Ost-Aleppo, wo die Zerstörung riesig und die humanitäre Situation schrecklich war, ist die Situation in den Lagern schlimmer. So etwas habe ich noch nicht gesehen: Keine Toiletten, kein Wasser, überall Schlamm."

Es braucht einiges, um Mitarbeiter von Hilfsorganisation in Syrien, vor allem ehemalige Einwohner von Aleppo zu schocken. Farid und seine ReliefAid-Kollegen haben erlebt, wie ihr Büro bombardiert und ein Mitarbeiter von einem Heckenschützen erschossen wurde. Nun haben auch sie ihre Heimatstadt verlassen und müssen wie ihre Nachbarn in einem von Dutzenden von provisorischen Übergangscamps in der Wüste ausharren.

Zwar sind sie jetzt aus der Gefechtslinie. Aber in jeder anderen Weise könnten die Lebensumstände kaum schlimmer sein. Mike Seawright, Gründer und Geschäftsführer von ReliefAid, der seit Beginn des syrischen Bürgerkrieg hier gearbeitet und in einigen der gefährlichsten Gebiete auf der Erde im Einsatz war, sagt: „Die Menschen aus Aleppo sind jetzt gezwungen, ihr Leben zwischen Kälte und Schlamm zu verbringen. Sie sind einer Hölle entkommen, nur um in einer anderen gefangen zu werden. Sie müssen nun in Zelten leben, haben Angehörige verloren und keine Ahnung, wie es weitergehen soll. Ohne unsere kollektive Unterstützung werden die Menschen buchstäblich nicht überleben."



Im März wird das Team von ReliefAid zusammen mit ShelterBox beginnen, neue Hilfslieferungen in den syrischen Übergangslagern zu verteilen. Dabei geht es vor allem um 15 provisorische Siedlungen in der Region Idlib. Die Familien, die hier leben, sind zum Teil schon vor Monaten aus Aleppo und aus Gebieten im Süden des Landes vertrieben worden. Die Zustände sind katastrophal, denn diese kleineren Lager wurden bislang weitgehend ignoriert, da die großen Hilfsorganisationen meist besser zugängliche Lager beliefern, in denen die Verteilung schneller möglich ist. 

ShelterBox stellt nun 5.000 Decken und Matratzen zur Verfügung, 4.000 Sets mit Kinderbekleidung und je 4.000 Paar Jeans und Pullover. Zudem 1.000 Planen für die Abdichtung von Zelten und Gebäuden, Werkzeuge und Seile sowie 4.000 Wasserkanister und Solarlampen für die Sicherheit in den dunklen Wüstennächten. Ohne die finanziellen Mittel, um neue Kleidung und Zelte zu kaufen, sind Reparaturen eine wesentliche Aufgabe im Lagerleben. Deshalb haben wir auch an 1.000 Sets mit Nähmaterial gedacht, damit die Familien ihre kostbares Hab und Gut so lange wie möglich benutzen können.

ShelterBox-Mitarbeiter Sam Hewett sagt: „Wohin man in dieser Region auch schaut, die vertriebenen Familien müssen unter extremsten Bedingungen auskommen. Unsere Hilfsgüter bringen ihnen nun eine gewisse Erleichterung, vor allem für die Alten, Kinder und Kranken. Deshalb werden wir weiterhin auch alles in unserer Macht stehende tun, um diese Menschen zu erreichen.“



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