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Montag 18 Juni 2012

Vorbereitet sein, wenn die nächste Katastrophe passiert
Vorbereitet sein, wenn die nächste Katastrophe passiert

ShelterBox war im Februar auf der afrikanischen Insel Madagaskar im Einsatz, nachdem diese von mehreren heftigen Tropenstürmen betroffen war. Die infrastrukturelle Lage vor Ort erschwerte es den ShelterBox Response Team (SRT) Mitgliedern – ehrenamtliche Katastrophenhelfer von ShelterBox, die die Hilfsgüter an die Menschen vor Ort verteilen – die grünen Überlebenskisten ins Land zu bringen und vor Ort zu den Menschen in größter Not zu transportieren. Um auf eine mögliche nächste Naturkatastrophe noch schneller und effektiver reagieren zu können, hat ShelterBox nun bereits grüne Überlebenskisten auf Madagaskar vorgelagert.


Keiner kann vorhersagen, wann und wo die nächste Naturkatastrophe passieren wird. Eine gute Vorbereitung ist der Schlüssel für schnelle und effektive Katastrophenhilfe. Alf Evans, Einsatzkoordinator im ShelterBox Hauptquartier in Helston, Cornwall, kommentiert: „Wenn wir von einer Katastrophe erfahren, können wir nicht ohne weiteres die nötigen Hilfsgüter aus dem Lager in Cornwall in die jeweilige Einsatzregion schicken. Diesem Schritt geht ein oft mühsamer Vorbereitungsprozess vor Ort im Einsatz voraus. Je besser wir vorbereitet sind, desto schneller und effektiver können wir den Betroffenen vor Ort helfen; ihnen Obdach, Schutz und Wärme spenden.“

Karte zeigt Orte, an denen ShelterBox derzeit einsatzbereite Hilfsgüter vorgelagert hat.

Schnelligkeit

“Derzeit sind insgesamt über 9.000 grüne Überlebenskisten in 18 verschiedenen Ländern vorgelagert, die es uns ermöglichen flexibel und schnellstmöglich auf Naturkatastrophen weltweit zu reagieren“, so Evans weiter. „Durch die vorgelagerten Hilfsgüter können nicht nur ShelterBox Response Team (SRT) Mitglieder sondern mit ihnen die lebensrettenden Hilfsgüter binnen weniger Stunden in den Einsatzregionen sein und Menschenleben retten.“

Es ist nicht allein die Entfernung, die es ShelterBox erleichtert, auf Katastrophen effektiv zu reagieren. Auch die Arbeit im ShelterBox Hauptquartier ist entzerrter und planbarer. Passiert eine Katastrophe so finden sich binnen weniger Stunden zahlreiche ehrenamtliche Helfer im Lager ein und helfen tatkräftig mit, die grünen Überlebenskisten zu packen. Je mehr ShelterBox wächst und je größer die Anzahl an Überlebenskisten ist, mit denen ShelterBox weltweit Menschen in Not helfen kann, desto größere Kapazitäten im Bereich von Lagerfläche und Stauraum werden benötigt.

Eva Doerr, E-Communications Officer von ShelterBox Germany und ShelterBox Response Team (SRT) Mitglied, berichtet von ihren Erfahrungen im Hauptquartier, wenn eine sogenannte „Megakatastrophe“ wie die in Japan 2011 geschieht: „Ich kann mich noch erinnern, als sich damals die Katastrophe in Japan ereignete. Ich absolvierte gerade die Vorauswahl zum neun-tägigen SRT Training. Von einer auf die andere Stunde füllte sich das ShelterBox Hauptquartier mit zahlreichen ehrenamtlichen Helfern, die begonnen Überlebenskisten zu packen. Während das Einsatzleitungsteam die Ankunft der ersten vier ShelterBox Response Team (SRT) Mitglieder, die binnen 24 Stunden in Tokio sein sollten, plante und den Kontakt zu anderen Hilfsorganisationen und Ansprechpartnern in Japan hielt, wurden zahlreiche Hilfsgüter für den Versand vorbereitet. Die Lagerfläche füllte sich schon damals mit beeindruckender Schnelligkeit. Auf vorgelagerte Hilfsgüter zurückgreifen zu können, bedeutet folglich nicht nur einen massiven Gewinn an Schnelligkeit und Effizienz, sondern erleichtert auch mögliche Platz- und Kapazitäten-Probleme im Hauptquartier.“

Partnerschaft mit dem UNHRD

Ein weiterer wichtiger Faktor, der die Effektivität und Schnelligkeit von ShelterBox im Einsatz erhöht, ist die Mitgliedschaft im Katastrophenhilfs-Depot der Vereinten Nationen, dem United Nations Humanitarian Response Depot (UNHRD). Mit dem Programm ermöglicht es die UN Katastrophenhilfs-Organisationen Hilfsgüter für den Einsatz frühzeitig weltweit vorzulagern. Mehr zur Partnerschaft zwischen ShelterBox und dem UNHRD erfahren Sie hier.
 


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