Montag 30 April 2012
PERU - ShelterBox macht großen Hilfebedarf aus

Die Familie von C. Jata Bardales; Pueblo Yagua, Peru, April 2012.
Ein ShelterBox Response Team (SRT) hat einen großen Bedarf an Notunterkünften in abgelegenen Regionen im Norden Perus ausgemacht. Infolge heftiger Regenfälle in Regionen um die Stadt Iquitos mussten zahlreiche Familien ihre Häuser verlassen.
“Gesamte Dörfer sind unter den Wassermassen begraben. Sie zwingen zahlreiche Familien all ihr Hab und Gut zurückzulassen und sich auf die Suche nach einem trockenen und sicheren Schlafplatz zu machen“, berichtet Malcolm Shead, ehrenamtlicher Katastrophenhelfer von ShelterBox (ShelterBox Response Team Mitglied). „Eine der betroffenen Familien lebte so lange wie nur möglich auf dem Dach ihres Hauses.“

Unter Wassermassen begrabenes Haus; Iquitos, April 2012.
Die Bardales Familie ist dreizehn-köpfig und besitzt daher eines der wenigen zweistöckigen Häuser in Pueblo Yagua. Das erste Stockwerk ist bereits seit Langem überschwemmt. Sie leben nun im zweiten Stock, der jedoch ebenfalls droht in den nächsten Tagen bzw. Wochen zu überfluten. Die meisten anderen Familien mussten bereits in höher gelegene Regionen fliehen.
„Für die Kinder ist es besonders schwer, mit gemeinsam auf so engem Raum zusammenzuwohnen. Sie können das Haus nur mit einem Boot verlassen”, berichtet Frau Bardales. „Unsere Nachbarn, die bereits ins Inland geflohen sind, können zumindest herumlaufen und sich mit anderen Menschen treffen. Wir können das Haus nicht verlassen, da wir sonst keinen sicheren Schlafplatz haben. Die Regenfälle halten weiter an, sodass wir Angst haben müssen, dass nicht auch noch das obere Stockwerk unseres Hauses überschwemmt.“
Das SRT arbeitet eng mit den örtlichen Regierungen zusammen, um logistische Herausforderungen zu überkommen und die am stärksten von der Katastrophe betroffenen Regionen zu erreichen.
SRT Mitglied Mark Curnow (UK) berät logistische Probleme; April 2012.
„Für uns ist eine große Herausforderung, die am stärksten betroffenen Regionen auszumachen, da der Wasserpegel dort derzeit noch sehr hoch ist und viele abgelegene Regionen weiterhin lediglich mit Booten erreicht werden können. Dies bedarf viele Reisestunden”, so Shead. “Glücklicherweise hat uns unsere Ausbildung zum ShelterBox Response Team Mitglied gut darauf vorbereitet, in solchen Regionen zu reisen und die nötigen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.”





